Sportfischereiverein Hagen, Herdecke und Umgegend e.V.

Weitergehende Informationen zu Sauerstoffgehalt und Wassertemperatur

Hier nun weitergehende Informationen:

Wassertemperatur und Sauerstoffgehalt in der unteren Ruhr bei Mülheim:

Messstelle MH-Kahlenberg: https://undine.bafg.de/rhein/guetemessstellen/rhein_mst_muelheim_kahl.html

Die Daten von heute:

Aktuell, sieht es für die Hechte gar nicht so schlecht aus. Die Situation kann sich bei steigender Wassertemperatur wieder sehr schnell verschärfen.

Hier die Infos von Gemini generiert:

Größere Hechte sind ausgeprägte Kalt- bis Kühlwasserfische und reagieren aufgrund ihres Verhältnisses von Körpervolumen zu Kiemenoberfläche deutlich empfindlicher auf Hitze und Sauerstoffmangel als kleinere Artgenossen.

1. Wassertemperatur

  • Wohlfühlbereich: 14 bis 20 °C (optimaler Stoffwechsel und aktive Fressphasen).
  • Beginnender Hitzestress: Ab 21 bis 22 °C.
  • Starker Stress / Inaktivität: Ab 23 bis 25 °C stellen Großhechte die Nahrungsaufnahme weitgehend ein, ziehen sich in kältere Tiefenschichten oder Grundquellen zurück und verharren im Energiesparmodus.
  • Kritische/Kritisch-Tödliche Grenze: Ab dauerhaft 26 bis 28 °C denaturieren Proteinstrukturen, und der Fisch erleidet tödliches Organversagen.

Wichtig für Angler: Bei Wassertemperaturen ab ca. 21–22 °C droht bei gefangenen Großhechten nach dem Drill das sogenannte Post-Release-Fischsterben. Der Fisch erholt sich durch die Kombination aus Erschöpfung, Milchsäureaufbau und geringerem Sauerstoffgehalt im warmen Wasser oft nicht mehr.

2. Sauerstoffgehalt (Gelöster Sauerstoff)

  • Optimum: > 7 bis 8 mg/l (Sauerstoffsättigung).
  • Beginnender Stress: Unter 5 bis 6 mg/l reduzieren Großhechte ihre Bewegung und Jagdaktivität.
  • Starker Stress: Unter 4 mg/l zeigen Fische deutliche Notanzeichen (vermehrte Kiemenbewegung, Flucht in sauerstoffreichere/strömende Zonen).
  • Kritischer Grenzwert / Todeszone: Unter 2 bis 3 mg/l stellen Hechte das Fressen komplett ein und geraten bei geringster Belastung in akute Erstickungsnot.

Da wärmeres Wasser physikalisch bedingt weniger Sauerstoff binden kann, treten beide Stressfaktoren im Hochsommer meist gemeinsam auf.

Wir empfehlen dringend, regelmäßig die Daten in Mülheim  abzurufen und dann verantwortungsvoll zu reagieren.

Der einfachste Weg ist, der gemeinsamen Empfehlung des Ruhrverbandes und der Ruhrfischereigenossenschaft zu folgen. 

Quelle: Stefan Jäger (Ruhrfischereigenossenschaft)

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